Naturnetz Pfannenstil

Im Jahre 1998 wurde das Projekt Naturnetz Pfannenstil (NNP) von der Zürcher Planungsgruppe Pfannenstil (ZPP) lanciert, um die Ziele des Naturschutz- Gesamtkonzeptes des Kantons Zürich und die ökologische Vernetzung laut regionalem Richtplan umzusetzen.

Blumenwiesenansaat/Waldauflichtung, Chnolli, Uetikon am See

Im Chnolli liegt ein artenreiches Kleinseggenried von kommunaler Bedeutung. Der angrenzende Wald ist sehr feucht und im Unterwuchs riedartig. In der näheren Umgebung ist 2009 eine extensive Wiese angesät worden. Durch die Auflichtung des Waldstückes ist die Vernetzung des Rieds mit den bereits angesäten Magerwiesen verbessert worden. Das Kleinseggenried, die Feuchtflächen im Wald und die extensive Wiese sind Habitate für seltene Arten wie z.B. Feldhase und Violetter Silberfalter.
 
Chnolli Seggenried

Projekt Glögglifrosch, Hohrüti, Meilen

Bis vor einigen Jahren konnte man ihn hier noch läuten hören, den glockenartigen Ruf des Glögglifrosches, auch Geburtshelferkröte genannt. Die Weiher, das Ufer und die ganze Kiesgrube waren so stark überwuchert, dass sich hier keine Amphibien mehr fortpflanzen konnten. Durch die Neugestaltung soll der Glögglifrosch wieder in die Hohrüti zurückkehren.

Weitere Informationen zum Glögglifrosch:

Hohrüti_Glögglifrosch

 

         Fortpflanzungs-Habitat Glögglifrosch

Hohrüti

Feuchter Waldstandort, Männedorf

Vor mehreren Jahren kam der ehemalige Revierförster Kurt Gujer auf die Idee die lokalen artenreichen Lebensräume im Wald miteinander zu vernetzen. Diese Aufwertungen im feuchten Lebensraum des „Chrüzlerboden“ kommen vor allem Amphibienarten wie dem Grasfrosch zugute. Diese Massnahmen werden auf dem Gebiet der Waldkorporation Männedorf durchgeführt. Das Einstauen von Entwässerungsgräben begünstigt den Wasserhaushalt in Richtung des ursprünglichen Niveaus der feuchten Waldstandorte.

feuchter Waldstandort Chrützlerboden

trockener Waldstandort Chrützlerboden

Falterparadies, Badholz, Meilen

Tagfalter stellen häufig hohe Anforderungen an ihre Wohnumgebung. In jedem Lebensstadium, als Ei, Raupe und ausgewachsener Falter brauchen sie andere Pflanzen und zum Teil auch andere Lebensräume. Lichte Wälder mit vielen Kräutern und Gräsern als Ergänzung zu den Rieden sind daher für viele Arten wichtig. In den vom Naturnetz Pfannenstil ausgelichteten Waldsäumen konnten im Jahr 2003 bereits 19 Tagfalterarten festgestellt werden.

Weitere Informationen zum Falterparadies:

Badholz Falterparadies

 

Badholz